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Geburtenkontrolle: Kastration

Tierarzt

Katzen sind für ihre Fruchtbarkeit bekannt, sie haben in vielen Kulturen nicht zuletzt deshalb so einen hohen symbolischen Stellenwert. Ohne Geburtenkontrolle würde die Katzenpopulation schnell ins Unermessliche wachsen, wir erleben das in vielen Schrebergärten, in denen eine ausgesetzte Katze die Mutter von Dutzenden Katzenbabys ist, von denen die weiblichen selbst schon wieder im Alter von zehn bis zwölf Monaten geschlechtsreif sind. Um Ihnen zu zeigen, wie wichtig es ist, frei laufende und wild lebende Hauskatzen kastrieren zu lassen, hier eine kleine Rechnung:

Eine potente Katze mit Freilauf kann zwei bis drei Mal im Jahr Mutter werden. Pro Wurf bringt sie durchschnittlich vier Katzenbabys zur Welt. Rechnen wir nun mit zehn Babys im Jahr, davon fünf weiblich. Wir nehmen eine durchschnittliche Lebenszeit von 14 Jahren für unsere Rechnung. Im ersten Jahr zieht die Katzenmutter also fünf weibliche Babys auf. Im zweiten Jahr leben in unserer Schrebergartensiedlung also schon sechs geschlechtsreife Katzendamen. Im dritten Jahr ist die Population - allein der weiblichen Tiere - schon auf 36 Katzen angestiegen. Im vierten Jahr leben 360 Katzen in unserem Schrebergarten. Rechnen wir weiter damit, dass die Hälfte von ihnen weiblich ist. Im fünften Jahr spätestens hätten die Katzen nicht nur die ganze Schrebergartensiedlung, sondern auch das angrenzende Wohngebiet erobert: 1.800 Katzen würden für Chaos sorgen. Im sechsten Jahr müsste der Bürgermeister wohl eine Krisensitzung einberufen: 9.000 Katzen haben die Stadt erobert. Wäre im siebten Jahr noch immer nichts geschehen, würden 45.000 Katzen - allein aus der Schrebergartensiedlung - wahrscheinlich die Mehrheit seiner "Bürger" stellen. Machen wir einen Zeitsprung ins 14. Lebensjahr unserer Schrebergarten-Mutterkatze, die inzwischen dafür gesorgt hat, dass 3.515.625.000 - in Worten: Dreimilliardenfünfhundertfünfzehnmillionensechshundertfünfundzwanzigtausend mehr oder weniger freundliche Katzen in der Stadt leben, die auf die selbe Ahnin zurückgehen - und damit mehr als Menschen auf der ganzen Erde leben.

Diese Rechnung zeigt, wie wichtig es ist, Katzen frühzeitig kastrieren zu lassen. Damit wird präventiver Tierschutz betrieben, denn wir vermeiden, dass wir immer mehr halb verhungerte, wild lebende Katzen aufpäppeln und vermitteln müssen. Außerdem könnte so verhindert werden, dass Seuchen ganze Generationen hinwegraffen, so wie es zurzeit bei den Kätzchen geschieht, die wir leider noch nicht behandeln konnten. Wir brauchen dringend Ihre Hilfe, um weitere Katzen kastrieren zu lassen.

Weisen Sie auch Freunde und Bekannte, die Katzen halten, darauf hin, dass sowohl Kater als auch Katzen kastriert werden sollten. Lesen Sie dazu auch das Kapitel "Geburtenkontrolle" im Bereich "Infos"! Eine Kastration ist harmlos und hilft viel Leid zu vermeiden! Wir kastrieren die Katzen in unseren Pflegestellen im Alter von ... Monaten. Nach wenigen Tagen ist die Wunde schon verheilt. Kastrierte Katzen sind häufig ruhiger und anhänglicher, sie kämpfen nicht mehr so leidenschaftlich um ihr Revier, was sie auch vor üblen Verletzungen und Infekten bewahrt, schon nach einem Tag richt der Urin von Katern nicht mehr so streng, und es besteht auch keine Gefahr mehr, dass der Kater ihre Wohnung mit seinen Hormondrüsen markiert. Auch weiblichen Katzen schadet die Kastration nicht. Wenn Sie erleben möchten, wie kleine Katzen aufwachsen, dann übernehmen Sie doch lieber eine Mutterkatze mit ihren Babys zur Pflege auf Zeit. Oder spenden Sie für unser Katzenhaus, damit Sie uns bald regelmäßig besuchen können!